Überleitungsmanagement

 

Überleitungsmanagement

Hier möchten wir Ihnen unseren Ablauf bzw. unseren Weg darstellen, wie wir eine Übernahme eines Intensivpatienten planen und begleiten.

  1. Der erste Kontakt wird meist durch den Sozialdienst eines Klinikums bzw. einer Reha – Klinik hergestellt. Diese suchen einen geeigneten Pflegedienst in der näheren Umgebung des Patienten.
  2. Nachdem der Kontakt mit der Klinik und uns hergestellt ist, erfolgt ein erstes Überleitgespräch. Hier ist zwingend erforderlich, dass die Angehörigen des Patienten mit in die Klinik kommen. Es ist das erste Kennenlernen, für Sie als Angehöriger aber auch für uns. Wir lernen Sie und den Patienten kennen.
    Zu diesem ersten Gespräch kommt von uns als Intensivpflegedienst immer eine hochqualifizierte Pflegefachkraft, ein Mitglied der Pflegedirektion in die Klinik.
    Ebenso sollte von Seiten der Klinik der Sozialdienst sowie der behandelnde Arzt mit anwesend sein. Hier lernen wir den Patienten kennen, bekommen einen Überblick über die Diagnosen, die laufende Therapie sowie eine Prognose aus ärztlicher Sicht.
  3. Als nächstes steht für uns die Kontaktaufnahme mit der zuständigen Krankenkasse bevor. Hier werden mit den Kassen verhandelt, in welchem Umfang diese die Pflege zu Hause genehmigen bzw. übernehmen.
  4. Erhalten wir von der Kranken- und Pflegekasse grünes Licht, können wir mit der Planung beginnen.
    Ein Besuch des häuslichen Umfelds ist für uns sehr wichtig. Hier wird abgesprochen, wo sich der Patient aufhalten wird, wie die Gegebenheiten vor Ort sind. Es kann unter Umständen erforderlich sein, dass kleinere Umbauten notwendig sind. Hier können Sie von der Krankenkasse einen Zuschuss zu Umbaumaßnahmen beantragen.
    Gerne sind wir Ihnen hier behilflich mit der Planung und der Beantragung bei der Krankenkasse.
    Während dieser Phase läuft unsere Personalplanung bereits auf Hochtouren. Wir müssen hier ein neues Team formieren, aus vorhandenem Personal und Personal, das wir neu akquirieren.
  5. Sie erhalten jetzt von uns einen Pflegevertrag zur Ansicht. Diesen können Sie sich in aller Ruhe durchlesen, er tritt erst in Kraft, sobald der Patient wieder zu Hause ist.
    Ebenso erhalten Sie einen für Sie erstellten Kostenvoranschlag. Hier sprechen wir gemeinsam über sämtliche Kosten, die ggf. auf Sie zukommen können. Gerne sind wir Ihnen hier auch behilflich, Zuschüsse zu beantragen.
  6. Es erfolgt ein weiterer Besuch in der Klinik, um den Patienten genauer kennen zu lernen und nochmals mit dem oder den behandelnden Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten zu sprechen.
    Der Sozialdienst kümmert sich, in engem Kontakt zu uns, um alle notwendigen Verordnungen und reicht diese bei der Krankenkasse zur Genehmigung ein. Hier handelt es sich z.B. um das Pflegebett, das Beatmungsgerät (sofern benötigt), die Trachealkanülenversorgung, Toiletten- / Duschstuhl etc.
    Ebenso wird zusammen mit Klinik und den Angehörigen der Übernahmetag geplant und fixiert.
  7. Steht die Übernahme kurz bevor, sprich in den letzten drei Tagen vor Krankenhausentlassung kommen wir nochmals in der Häuslichkeit vorbei. Hier wird das Pflegebett, die Pflegeutensilien sowie das Zimmer hergerichtet und bestückt. Ebenso wird nochmals alles auf Funktion geprüft, dass am Überleitungstag alles reibungslos klappt.
  8. Wichtig ist für uns, dass eine Übernahme eines neuen Patienten von Montag bis Donnerstag vollzogen wird. Es können einige Dinge erst nach der Übernahme zu Hause weitergeplant werden, so dass dies an einem Freitag für uns nicht machbar ist, z.B. Hausbesuch durch den weiterbehandelnden Hausarzt und die Verordnung der Medikamente.
  9. Nun haben Sie Ihren lieben Angehörigen wieder zurück aus der Klinik und in seinem und Ihrem gewohnten Umfeld.
  10. Ab jetzt beginnt unsere Arbeit, 24 Stunden täglich und 7 Tage die Woche.

Ein genauer Ablaufplan für die ersten 6 Wochen wird individuell für den Patienten geplant, der Kontakt mit den Therapeuten wird hergestellt und gemeinsam ein Maßnahmenplan erstellt, um den Patienten weiter zu stabilisieren und an sein neues „altes“ Umfeld zu gewöhnen.